Die Makkaroni vom Chalet, der Oktober auf dem Teller, den wir uns gönnen
Es gibt Oktoberabende, an denen ein Salat nicht mehr ausreicht. Der Regen trommelt gegen die Fenster, man kommt mit kalten Händen nach Hause und möchte etwas Warmes, Cremiges und richtig Verwöhnliches. Macaroni wie aus der Berghütte sind genau das – und diese Woche gönnen wir sie uns ohne schlechtes Gewissen.
Auf einen Blick
- Vorbereitung: 15 Minuten
- Kochzeit: 25 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeitsgrad: leicht
Warum dieses Gericht so gut gelingt
Kartoffeln und Nudeln, die in demselben Topf gekocht werden, Sahne, zarter Alpkäse, langsam in Butter goldbraun gedünstete Zwiebeln und dazu warmer Apfelmus. Die Kombination aus salzig und süß macht den Unterschied: Das Apfelmus gleicht die Fettigkeit aus, macht Lust auf den nächsten Löffel und verwandelt ein rustikales Gericht in etwas, das man fotografieren möchte, bevor man es anfasst. Es ist das Gericht der Berghütten, verpackt in die leuchtende Küche eines Dienstagabends.
Zutaten
- 400 g festkochende Kartoffeln (Charlotte, Ditta)
- 300 g Macaroni
- 200 g geriebenen Alpkäses, z. B. Gruyère, oder zur Hälfte Gruyère und zur Hälfte Vacherin Fribourgeois
- 2 dl Vollsahne
- 1 dl Milch
- 3 große Zwiebeln
- 40 g Butter
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- Salz, frisch gemahlener Pfeffer
Für das Apfelmus: 4 Boskoop- oder Gala-Äpfel vom Markt, 2 Esslöffel Wasser, ein halber Zimtstengel.
Zubereitung
- Zuerst die Zwiebeln. Fein würfeln. In der Pfanne bei mittlerer bis schwacher Hitze 18 bis 20 Minuten in der Butter dünsten, dabei gelegentlich umrühren, bis sie goldbraun, weich und süß sind. In einer Schale beiseite stellen.
- Währenddessen das Apfelmus zubereiten. Die Äpfel vierteln und mit Wasser und Zimt abgedeckt 15 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Mit einer Gabel zerdrücken und etwas abkühlen lassen. Es soll rustikal bleiben, nicht glatt sein.
- Kartoffeln und Nudeln zusammen. Die Kartoffeln in 2 cm große Würfel schneiden. In einen großen Topf mit gesalzenem Wasser geben, 5 Minuten köcheln lassen und dann die Macaroni in dasselbe Wasser geben. Bis die Nudeln al dente sind, garen.
- Die cremige Sauce. Abgießen und alles in den vom Herd genommenen Topf zurückgeben. Die zuvor erwärmte Sahne und Milch angießen, die Muskatnuss einreiben und großzügig pfeffern.
- Der Käse – vom Herd genommen. In großen Haufungen unter ständigem Rühren hinzufügen. Er muss langsam schmelzen und die Nudeln umhüllen, ohne dass die Masse kocht – genau hier entscheidet sich alles.
- Anrichten. In einer großen Auflaufform oder direkt in tiefen Tellern anrichten, den Berg goldbrauner Zwiebeln darübergeben und das warme Apfelmus in einer kleinen Schale dazu reichen. Sofort an den Tisch.
Der Tipp der Woche
Die Wochenendvariante: Das angerichtete Gericht 8 Minuten unter den Grill geben und mit einer weiteren Handvoll Käse überbacken, bis eine unwiderstehliche goldbraune Kruste entsteht. Unter der Woche kann man den Zwiebeln einen fein geschnittenen Lauch hinzufügen, um etwas Grün ins Gericht zu bringen, oder die Hälfte der Kartoffeln durch Kürbiswürfel ersetzen – der Kürbis wird schneller weich und verleiht dem Gericht auf natürliche Weise Süße.
Am nächsten Tag lässt es sich hervorragend aufwärmen: Einen Löffel Milch in den Topf geben, bei schwacher Hitze erwärmen, und die cremige Sauce ist wieder perfekt. Und wenn man an einem Sonntagnachmittag nach einer langen Wanderung auf den Salève zurückkehrt, ist genau das die Mahlzeit, die auf einen wartet.