Honig-geröstete Äpfel, griechischer Joghurt und knuspriger Buchweizen
Es gibt diesen Moment, so gegen 16 Uhr, in dem der Kaffee einfach nicht mehr reicht. Und dann diesen Moment am Sonntagabend, in dem man ein Dessert möchte, ohne die Küchenmaschine oder die digitale Waage herauszuholen. Dieses hier erfüllt beides: Äpfel, die im Ofen karamellisieren, eiskalter griechischer Joghurt und eine Handvoll gerösteter Buchweizen, der so schön knackt. Zwanzig Minuten, und die ganze Küche duftet nach Kardamom.
In der Praxis
- Zubereitung: 10 Minuten
- Backzeit: 20 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeitsgrad: einfach
Die Zutaten
- 4 feste Äpfel (Boskoop, Elstar oder Gala – die vom Markt am Plainpalais sind wunderbar)
- 2 Esslöffel flüssiger Honig (Akazien- oder regionaler Blütenhonig)
- 1 Esslöffel Butter
- 4 grüne Kardamomkapseln, zerdrückt (oder 1/2 Teelöffel gemahlen)
- 1 Prise Zimt
- Saft einer halben Zitrone
- 4 Esslöffel geschälter Buchweizen (Kasha, lose oder aus dem Bioladen)
- 1 Teelöffel Vollrohrzucker
- 400 g griechischer Joghurt
- Ein paar frische Minzblätter (optional)
Die Zubereitung
- Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Die Äpfel ungeschält in dicke Spalten schneiden – die Schale sorgt für Form und hält das Innere weich. Die Kerngehäuse entfernen.
- In einer Auflaufform die Apfelspalten mit Honig, geschmolzener Butter, Kardamom, Zimt und Zitronensaft vermengen. Die Äpfel sollten glänzen, aber nicht schwimmen.
- 20 Minuten lang backen und nach der Hälfte der Zeit einmal wenden. Das Ziel sind goldene, fast kandierte Ränder und ein Kern, der bei Druck mit der Gabel nachgibt.
- Währenddessen eine Pfanne ohne Fett erhitzen. Den Buchweizen und den Vollrohrzucker hineingeben und 3 bis 4 Minuten unter ständigem Rühren rösten: Die Körner werden dunkler, platzen leicht auf und verströmen einen Duft von gerösteten Nüssen. Sofort auf einen kalten Teller geben, um den Garvorgang zu stoppen.
- Den griechischen Joghurt auf vier Schalen verteilen. Die warmen Äpfel darauf anrichten und mit dem restlichen Sud aus der Auflaufform beträufeln – genau darauf kommt es an.
- Zum Schluss großzügig mit dem knusprigen Buchweizen bestreuen. Ein Minzblatt dazu, und fertig.
Der Kontrast ist das ganze Vergnügen
Das Geheimnis liegt nicht im Apfel, sondern im Temperaturunterschied. Die Spalten kommen brennend heiß und sirupartig aus dem Ofen, der Joghurt bleibt eiskalt und säuerlich, und der Buchweizen sorgt für den trockenen Crunch, der vielen Löffeldesserts fehlt. Vermischen Sie nicht alles in der Schale, sonst geht der Reiz verloren: Lassen Sie die Schichten Bissen für Bissen aufeinandertreffen.
Der Tipp
Rösten Sie Buchweizen direkt in größerer Menge – 150 g auf einmal dauern genauso lange. In einem gut verschlossenen Glas hält er sich zwei Wochen und ist das perfekte Topping für alles: Frühstücksbrei, Obstsalat oder Magerquark nach dem Sport. Die gebratenen Äpfel halten sich drei Tage im Kühlschrank und lassen sich hervorragend in der Pfanne aufwärmen.
Für die Wochenend-Version: Ersetzen Sie einen Apfel durch eine reife Conference-Birne, geben Sie einen Löffel Sahne zum Joghurt und hobeln Sie ein wenig 70%ige Zartbitterschokolade darüber. Niemand wird Sie fragen, ob das gesund ist.